Hamburg, 30.10.2020. Die expertum Gruppe, bundesweiter Personalvermittler mit Hauptsitz in Hamburg, meldet Ergebnisse für das dritte Quartal 2020.

expertum verzeichnet auch im dritten Quartal niedrigere Umsätze, als dies in den Vorjahren der Fall war. Der Grund liegt im Nachfragerückgang einzelner Industriesegmente während der Corona Pandemie. So ist der Luftfahrtsektor am stärksten erfasst worden und lag im September noch 53% unter Vorjahr. Leichtere Einbrüche gab es im Maschinenbau, während die Bereiche Chemie und insbesondere Pharma wuchsen. Insgesamt ging der Umsatz gegenüber Vorjahr um 23% zurück.

Im Kernbereich der Gruppe ergab sich ein unterschiedliches Bild bei den Kunden. Diese erhöhten ihre Nachfrage nach Personal zwar wieder, allerdings zeigten sich bestimmte Kunden weiter zögerlich bei der Inanspruchnahme überlassener Facharbeiter und Techniker. Während der Zivilflugzeugbau stark litt, waren die Bereiche Pharma, Chemie sowie Sicherheit und Verteidigung weitesgehend stabil oder wuchsen. expertum beteiligte sich in starkem Maße erfolgreich an Projektausschreibungen im Großkundenbereich.

In der Personalberatung zeigte sich dieser traditionell krisenanfällige Bereich zufriedenstellend resilent. Während im Q1 noch ein neuer Umsatzrekord aufgestellt worden war und im Q2 lediglich 60% der geplanten Umsätze erreicht wurden, entwickelten sich im Q3 die Vermittlungen in der IT und auf C-Level Stellen positiv.

Im Geschäftsbereich der Unternehmensmarke expertum blue lässt sich in Q3 ein überraschend starker Wiederanlauf feststellen. Mit der Konzentration auf effiziente Personallösungen für Produktionsbetriebe, Handwerk und Logistik belebte sich dieser Unternehmensteil, auch dank der wiederanlaufenden Automobilproduktion, deutlicher als die anderen Unternehmensmarken.

Unproduktivität aufgrund von Kurzarbeit sinkt deutlich gegen Ende des Quartals

Als Teil der belgischen ASAP Group hat expertum auf das Mittel des Kurzarbeitergeldes (KUG) im zweiten Quartal für 20% der Projektmitarbeiter in der Spitze zurückgreifen müssen. Derzeit wird noch KUG für etwa 8% der Mitarbeiter genutzt. Um sich für die reduzierten Umsätze während der Pandemie zu wappnen, hat expertum interne Personalkosten um 15% reduzieren müssen, ohne dabei aber die Substanz in seiner Leistungsfähigkeit zu vermindern.

Verhaltend opimistischer Blick auf das kommende Wirtschaftsjahr 2021 | Branchen- und Berufsbildspezialisierung als Exzellenzfaktor

Die expertum Gruppe rechnet mit der weiteren Stabilisierung des Absatzes im laufenden vierten Quartal und mit einer Zunahme der Aufträge ab Frühjahr 2021. Sorgen bereitet expertum die im europäischen Ausland wieder zunehmenden Infektionszahlen. Obwohl die Gruppe keine Kunden in der Konsumgüterindustrie oder der Reise- und Unterhaltungsbranche hat, könnte sich hier ein Risiko für die wirtschaftliche Erholung der Industrie ergeben. Im Jahr 2021 will die Gruppe ab Ostern wieder wachsen und das verlorene Terrain im zweiten Halbjahr 2021 aufholen.

“Die für die Entwicklung und Produktion notwendigen Ingenieure, Techniker und Facharbeiter haben wir dank unseres vorausschauenden Umganges mit der Krise jetzt zur Seite. Darauf können unsere Kunden setzen. Darüber hinaus vertrauen wir auch weiterhin auf unsere Exzellenz in Sachen nachhaltiger Bewerbergewinnung, Mitarbeiterbindung und lokaler Nähe zu unseren Kunden aus starken Industriebranchen,” so der Vorsitzende der Geschäftsführung, Jörg Stehr.

(c) Eigene Darstellung: In Anlehung an Wettbewerbsdaten. Stand der verifizierbaren Datenerhebungen: 30.10.2020  (Zahlen teilweise gerundet).

Grafik: Ergebnisse Q1-Q4 2019 & Q1-Q3 2020 börsennotierter Personaldienstsleiter und der expertum sowie expertum blue

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quellnachweis Quartalsberichte: www.adecco.de; www.manpowergroup.de; www.randstad.de

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Marcel Kelm
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