-Arbeitsvermittler begleitet die deutsche Industrie durch den Corona-Sturm-

Hamburg, 17.08.2020. Die expertum Gruppe, bundesweiter Personaldienstleister mit Hauptsitz in Hamburg, meldet Ergebnisse für das zweite Quartal 2020.

expertum ist stark durch die Corona Pandemie erfasst worden. Mit einem sehr erfolgreichen ersten Quartal ins Jahr 2020 gestartet, zeigten sich bereits in den letzten Tagen des März die Auswirkungen der Corona-Krise. Der Umsatz der Gruppe lag im zweiten Quartal um 29,8% unterhalb des Umsatzes des Vorjahresquartals. Dabei nutzte expertum die Möglichkeit des Kurzarbeitergeldes für seine externen Mitarbeiter. So bezogen im April 27% der Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld (KUG), im Mai 24% und im Juni noch 17%. Anfang August lag die Zahl der Arbeitnehmer mit KUG-Bezug noch bei etwa 10%.
Die von den Ausfällen betroffen Kundenbranchen sind neben der Automobilindustrie, die aber für expertum nur eine geringe Bedeutung hat, der Flugzeugbau und der zivile Schiffbau. Die Maschinenbauer und die Chemieindustrie halten sich nach den geplanten Stillständen und Reduzierungen in der ersten Phase der Pandemie gut, während der Pharmabereich zulegt. Insgesamt war die Personalvermittlung und –beratung etwas stärker betroffen als die Arbeitnehmerüberlassung. Die expertum Gruppe rechnet mit der weiteren Stabilisierung des Absatzes im zweiten Halbjahr und mit einer Zunahme der Aufträge ab 2021.
Intern hat expertum auf die schwierige Lage ihrer Kunden mit einer Anpassung der internen Ressourcen auf das erwartete Arbeitsvolumen durch Kurzarbeit und Stellenreduzierungen reagiert. Zeitgleich wurden zentral wie dezentral organisatorische Anpassungen durchgeführt, die zu einer höheren Leistungsfähigkeit insbesondere kleiner Standorte führen sollen. Zwei der 42 Standorte im Bundesgebiet hat das Unternehmen geschlossen. Auch die Wettbewerber hatten von Personalmaßnahmen in Folge der Auftragsrückgänge durch Corona berichtet. So vermeldete Marktführer Randstad einen Umsatzverlust von 31% im zweiten Quartal. Positiv an der Corona Erfahrung: Regelungen für home office wurden nach den sehr guten Erfahrungen im April bei expertum ab Juli für das gesamte Unternehmen verbindlich eingeführt.

Die Gruppe erwartet nach den durch Corona bedingten Kosten von fast einer Million Euro im zweiten Quartal wieder ein positives drittes und viertes Quartal. Allerdings hat sich der Personaldienstleister auch mit einem mehrjährigen Darlehensrahmen versorgt. Finanzielle Solidität ist nicht nur für expertum bedeutend, sondern auch für deren Kunden. Denn anderenfalls kann bei schwachen Dienstleistern die Subsidärhaftung, also die Haftung der Kunden für nicht gezahlte Sozialversicherungsbeiträge, zu einem finanziellen Risiko werden. Frederik Gempfer, in der Geschäftsleitung der expertum für den Direktionsbereich Finanzen verantwortlich, verweist auf die positive Bewertung der expertum bei Bonität und Ausfallwahrscheinlichkeiten („long-term corporate rating“ sowie „probability of default“): „Wir fühlen uns gut aufgestellt und erhoffen weiterhin auf eine gewisse Marktbereinigung durch die Krise“.

„Die Pandemie führt(e) in eine tiefe und immer noch nachwirkende Krise. Zu Beginn war dies für die Industrie und dabei insbesondere für die traditionell nicht besonders volatilen Industriebranchen und Segmente noch nicht in Gänze absehbar. Gerade der schnelle Neustart der Chinesen machte im April Glauben, dass die deutsche Ausrüstungsindustrie schnell aus dem Lock Down heraus käme. Es ist aber noch zu viel Unsicherheit bei den Kunden unserer Kunden vorhanden. Wir wollen während dieser Zeit als starker Partner auf der Personalseite die Flexibilität unserer Kunden unterstützen“, sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung, Jörg Stehr. “Die für die Entwicklung und Produktion notwendigen Ingenieure, Techniker und Facharbeiter zum richtigen Zeitpunkt dann wieder verfügbar zu haben, hat für unsere Kunden höchsten Wert. Wir schaffen diese Flexibilität.“

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Marcel Kelm
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