Die Metall- und Elektroindustrie im Fachkräfte-Check

Metall- und Elektoberufe sind vom Fachkräftemangel betroffen

Qualifizierte Mitarbeiter werden dringend gesucht

Die Arbeitslosenquote ist auf einem Rekordtief, der Fachkräftemangel in vielen Branchen stärker denn je. Wie wirkt sich dies auf den Arbeitsmarkt in der Metall- und Elektroindustrie aus? Der Fachkräftecheck des Kompetenzzentrums für Fachkräftesicherung (KOFA) untersucht regelmäßig die Fachkräftesituation aller Metall- und Elektroberufe in Deutschland. Außerdem werden die Nachwuchssituation am Ausbildungsmarkt sowie Fachkräftepotenziale in Bezug auf Ältere, Frauen und internationale Fachkräfte beleuchtet.

Die KOFA-Analyse bestätigt: Die Metall- und Elektroindustrie trifft es besonders hart. Das bedeutet, in fast allen Metall- und Elektroberufen sind qualifizierte Mitarbeiter knapp. Innerhalb des Beobachtungszeitraums von elf Monaten gab es für 201.700 von insgesamt 305.860 Vakanzen keine arbeitssuchenden Kandidaten mit passender Qualifikation – ein großer Anteil. Besonders stark betroffen sind die Metallberufe sowie Energie-, Elektro- und Mechatronik-Berufe, denn die Engpassquote ist hier besonders hoch. Die Engpassquote zeigt den Anteil der in Engpassberufen ausgeschriebenen Stellen im Verhältnis zu allen ausgeschriebenen Stellen dieser Berufsgruppe.

 


Quelle: KOFA-Studie: Fachkräftecheck Metall- und Elektroberufe

 

Größte Engpässe bei Fachkräften mit Berufsausbildung

In fast allen Metall- und Elektro-Fachbereichen fehlen Mitarbeiter/innen mit dem Qualifikationsgrad einer abgeschlossenen Berufsausbildung. Während es immer weniger arbeitslose Fachkräfte gibt, nimmt die Zahl der offenen Stellen für genau diese stetig zu. 94,3 Prozent aller gemeldeten Stellen in Metallberufen werden für Fachkräfte mit Berufsausbildung ausgeschrieben, wie z. B. Werkzeugmechaniker/innen, oder Zerspanungsmechaniker/innen. Lediglich im Fachbereich Forschung und Entwicklung, Konstruktion und Prozesssteuerung variieren die gesuchten Qualifikationen. Dort werden neben Fachkräften mit Berufsabschluss auch Personen mit Fortbildungsabschluss (Spezialisten) und Akademiker (Experten) benötigt.

Die Fachkräftesituation spitzt sich zu

In den Fachbereichen „Metall“ sowie „Energie, Elektro und Mechatronik“ bestanden schon im Beobachtungszeitraum 2010/2011 spürbare Fachkräfteengpässe. Seitdem hat sich die Situation in beiden Bereichen weiter verschlechtert, sodass aktuell für Energie-, Elektro- und Mechatronik-Berufe flächendeckend starke Engpässe festgestellt wurden. Zum Vergleich: Während 2010 noch 12 von 28 Metallberufen als Engpassberufe galten, sind es heute 23 von 29. Einige der wenigen Berufe der Metall- und Elektroindustrie, die noch nicht vom Fachkräftemangel betroffen sind, sind u. a. Experten für regenerative Energien und Experten für Mikrosystemtechnik.

Die zunehmenden Fachkräfteengpässe führen zur „verkehrten Welt“ auf dem Arbeitsmarkt. Waren es früher die Fachkräfte, die sich bei den Unternehmen vorstellten und hofften, eine Stelle zu bekommen, können Fachkräfte heute in vielen Berufen zwischen verschiedenen Arbeitgebern wählen.

Strategien gegen den Fachkräftemangel

Ungenutzte Potenziale ausschöpfen:

Ein Versuch, mit dem Fachkräftemangel umzugehen, ist die Investition in den Nachwuchs. So haben viele Unternehmen ihr Ausbildungsangebot in Metall- und Elektroberufen ausgeweitet oder verbessert. Im Vergleich zu 2014 wurden daher 7 Prozent mehr Ausbildungsplätze angeboten. Allerdings wird es auch hier immer schwerer, geeignete Bewerber zu finden. Im Jahr 2017 konnten bundesweit 6 Prozent der angebotenen Ausbildungsstellen nicht besetzt werden.

Zusätzlich werden Fachkräftepotenziale von Frauen, Älteren und internationalen Fachkräften vermehrt genutzt. Auch wenn Frauen in Metall- und Elektroberufen nach wie vor unterrepräsentiert sind, ist der Frauenanteil an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in allen Fachbereichen und bei allen Anforderungsniveaus gestiegen. Die größten Zuwächse lassen sich im Bereich Forschung und Entwicklung, Konstruktion und Prozesssteuerung beobachten. Ein Blick auf die Altersstruktur zeigt zudem, dass der Anteil älterer Arbeitnehmer zunimmt. Auch hier werden Potenziale genutzt.

Professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen:

Um die wenigen verfügbaren Fachkräfte für sich zu gewinnen, wenden sich viele Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie an expertum. Mit dem Know-how erfahrener Rekrutierungsspezialisten unterstützt expertum sie dabei, ihre Positionen trotz Fachkräftemangel passgenau zu besetzen. Der klare Branchenfokus auf die Metall- und Elektroindustrie machen expertum zum idealen Partner. Wir arbeiten bereits erfolgreich mit Kunden aus den Bereichen Maschinenbau, Fahrzeugbau und Elektrotechnik zusammen und wissen, wie man qualifizierte Kandidaten aus Engpassberufen findet und anspricht.

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