Wachstum im Maschinenbau in Baden-Württemberg

Der Maschinenbau als Vorzeigeindustrie

Die hohe Beschäftigungszahl und die Exportstärke machen den Maschinenbau zu einer Vorzeigeindustrie – vor allem in Baden-Württemberg. Um diesen Trend aufrecht zu erhalten, werden qualifizierte Fachkräfte benötigt.

Branchenübergreifend sehen die aktuellen Berechnungen nicht unbedingt positiv aus: „Die baden-württembergische Wirtschaft hat im Jahresverlauf 2018 deutlich an Dynamik verloren“, stellt das Statistische Landesamt fest. Die Zahlen zeigen zwar einen Anstieg um fast fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr, doch im Vergleich zum ersten Quartal 2018 sind die Ausfuhren leicht gesunken. Im Inland hat die Wirtschaft im Südwesten im Vergleich zum Vorquartal sogar 1,4 Prozent weniger umgesetzt.

Der Maschinenbau sticht positiv heraus

Nur der Maschinenbau hat sich in die andere Richtung entwickelt. Verglichen mit dem Vorjahresquartal hat die Branche den Export um 7,3 Prozent ausgeweitet. Auch im Vergleich zum Vorquartal lag der Zuwachs bei 2,2 Prozent. Damit stemmt sich dieser Industriezweig gegen den Trend. Die positive Entwicklung ist in Baden-Württemberg besonders stark ausgeprägt. Dem Maschinenbauverband VDMA zufolge ist die Branche im Südwesten bis Ende August um 4,2 Prozent gewachsen. Der bundesweite Maschinenbau konnte dagegen lediglich um 3,2 Prozent zulegen. Damit liegt die Branche allerdings immer noch unter ihrem hohen, selbstgesteckten Ziel. Um fünf Prozent soll der Produktionswert in diesem Jahr wachsen, hat VDMA-Präsident Carl Martin Welcker prognostiziert.

Ausgelastete Kapazitäten und fehlende Fachkräfte im Maschinenbau

Während die Kapazitäten der Maschinenbauer in den vergangenen Jahren im Durchschnitt zu 86 Prozent ausgelastet waren, sind sie es heute schon 91 Prozent. Dennoch ist die allgemeine Bereitschaft in zusätzliche Kapazitäten zu investieren gering, da niemand vorhersagen kann, ob diese in Zukunft noch gebraucht werden – so begründet Ralph Wiechers, der Chef-Volkswirt beim VDMA, das knappe Verfehlen des selbstgesteckten Ziels. Stattdessen investiert die Branche verstärkt in die Automatisierung. Das hätte nicht zuletzt mit dem Fachkräftemangel zu tun, so Wiechers.

Der Fachkräftemangel als Wachstumsbremse

Die jüngsten Arbeitsmarktzahlen der Agentur für Arbeit belegen einen grassierenden Fachkräftemangel. Deutschlands Maschinenbauer haben zuletzt durchschnittlich 10.700 offene Stellen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet. Das sind 50 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Doch die Anzahl der qualifizierten Fachkräfte hat sich währenddessen nicht verdoppelt. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt wird sich vermutlich sogar noch verschärfen, denn auch die Nachwuchskräfte bleiben aus.

„Trotz ihrer enormen Ausbildungsanstrengungen gelingt es unseren Unternehmen nicht, alle Ausbildungsplätze zu besetzen“, sagt Dr. Jörg Friedrich von der VDMA-Bildungsabteilung.

Personaldienstleistungen gegen den Fachkräftemangel

Nicht nur in Baden-Württemberg stellt der Fachkräftemangel den Maschinenbau vor große Herausforderungen. Viele Firmen holen sich professionelle Hilfe, um trotzdem an die qualifizierten Fach- und Führungskräfte zu gelangen.

Mit Personallösungen von erfahrenen Personalberatern unterstützt expertum Industrieunternehmen dabei, sich dem Fachkräftemangel zu stellen. Wir haben uns auf Kunden aus dem Maschinenbau spezialisiert und wissen, wie qualifizierte Kandidaten für diesen großen Industriezweig gefunden und angesprochen werden. Während die Arbeitnehmerüberlassung und die Personalvermittlung die Rekrutierung von Fachkräften und Spezialisten erleichtern, eignet sich die diskrete Executive Search (Personalberatung) dazu, Experten- und Führungspositionen passgenau zu besetzen.

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