Fachkräftemangel in Deutschland

Spezialisten für Mechatronik, Automatisierung und Energie­technik fehlen deutschlandweit

Zweimal jährlich veröffentlicht die Bundesagentur für Arbeit aktuelle Zahlen zum Fachkräftemangel in Deutschland. Die „Fachkräfteengpassanalyse“ schafft Transparenz auf dem Arbeitsmarkt, indem sie objektiv darstellt, in welchen Berufen Besetzungsschwierigkeiten auftreten und ermittelt regionale Unterschiede. Wir haben die aktuelle Analyse unter die Lupe genommen. Wie sieht die Arbeitsmarktsituation in Deutschland im Jahr 2018 aus?

Aufschwung bringt hohe Einstellungsbereitschaft mit sich

Deutschland erlebt […] eine der längsten Aufschwungphasen seit Beginn der 90er Jahre. Dieser Aufschwung geht einher mit einem kräftigen Aufbau der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, einer steigenden Einstellungsbereitschaft der Unternehmen und einer sinkenden Arbeitslosigkeit bzw. Unterbeschäftigung. Viele Arbeitgeber signalisieren, dass die Besetzung offener Stellen zunehmend schwerer fällt bzw. dass es im Inland nahezu ausgeschlossen ist die passenden Fachkräfte zu finden“, heißt es im Bericht der Fachkräfteengpassanalyse.

Ein Indikator für Engpässe sind die Vakanzzeiten. Bleiben Stellen lange vakant, deutet das auf Schwierigkeiten bei der Besetzung und damit auf einen Fachkräftemangel hin. Bereits seit einigen Jahren zeigt sich ein kontinuierlicher Anstieg der Vakanzzeiten. So auch in diesem Jahr: Die durchschnittliche Vakanzzeit in Tagen (Helfer ausgenommen) ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum berufsübergreifend weiter angestiegen:

Fachkräftemangel in Deutschland

Berufsfelder der Industrie stark vom Fachkräftemangel betroffen

In der regionalen Auswertung fällt auf, dass es in einigen Berufen nur vereinzelt zu Personalengpässen kommt, während andere Berufsfelder fast bundesweit Engpässe aufweisen. Typische Tätigkeitsbereiche in Industrieunternehmen, wie Mechatronik oder Energietechnik, sind in Deutschland fast flächendeckend oder sogar komplett vom Spezialisten- und/oder Fachkräftemangel betroffen.

Fachkräftemangel in Mechatronik und Automatisierung

In sieben Bundesländern haben die Engpässe bei der Stellenbesetzung bereits derartig zugenommen, dass die Bundesagentur für Arbeit von einem Fachkräftemangel spricht. In den übrigen Bundesländern sieht es für die Mechatronik und Automatisierung auch nicht viel besser aus: Hier ist schon die Vorstufe zum Fachkräftemangel erreicht. Bundesweit beträgt die Vakanzzeit dieser Berufsgruppe 144 Tage, was 34 Prozent über dem Durchschnitt liegt.

Fachkräftemangel Mechatronik

Fachkräftemangel in der Energietechnik

Es gibt in allen Bundesländern erhebliche Besetzungsschwierigkeiten bei gemeldeten Stellen für Fachkräfte in der Energietechnik“, schreibt die Bundesagentur für Arbeit. Die Vakanzzeit von 167 Tagen übersteigt den Durchschnitt aller Berufe um ganze 56 Prozent. Sie hat sich im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 19 Tage verlängert. Die Situation ist in ganz Deutschland kritisch. Es gibt kein Bundesland, das in der Berufsgruppe Energietechnik nicht vom Fachkräftemangel betroffen ist.

Fachkräftemangel Energietechnik

Personaldienstleistungen gegen den Fachkräftemangel

Der Fachkräftemangel stellt Personalabteilungen bundesweit vor große Herausforderungen. Um trotzdem an die gefragten Fach- und Führungskräfte zu gelangen, wenden sich viele Unternehmen an expertum. Mit dem Know-how erfahrener Rekrutierungsspezialisten unterstützt expertum Unternehmen dabei, ihre Positionen trotz Fachkräftemangel passgenau zu besetzen. Wir arbeiten bereits erfolgreich mit Kunden aus den Bereichen Mechatronik, Automatisierung oder Energietechnik zusammen und wissen, wie man qualifizierte Kandidaten findet und anspricht.

Sie sind auf der Suche nach neuen Mitarbeitern? Die Personalexperten helfen Ihnen! Wenden Sie sich gerne an eine Niederlassung in Ihrer Nähe.

Bildquelle: Chaay_tee/Freepik