Ingenieurmonitor zeigt den Arbeitsmarkt für Ingenieure

Engpässe in Ingenieurberufen spitzen sich weiter zu

Die aktuell gute Wirtschaftslage bringt einen erhöhten Bedarf an qualifizierten Fachkräften mit sich. Es ist kein Geheimnis, dass vor allem Ingenieure hoch im Kurs stehen. Doch wie entwickelt sich der Arbeitsmarkt für diese Berufsgruppe aktuell? Und wie steht es eigentlich um den Fachkräftemangel bei Ingenieuren? Aufschluss gibt uns der „Ingenieurmonitor“, ein Bericht, der quartalsweise vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und dem Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) veröffentlicht wird. Anhand relevanter Indikatoren, wie Zahlen der Bundesagentur für Arbeit, wird der Arbeitsmarkt für Ingenieure dargestellt. Sowohl regionale Besonderheiten als auch branchenspezifische Entwicklungen werden dabei beleuchtet. Wir haben die Erkenntnisse des aktuellen Ingenieurmonitors für Sie zusammengefasst.

Das Angebot an Arbeitskräften für Ingenieurberufe bleibt niedrig

Während das Arbeitskräfteangebot im vorigen Bericht noch als „konstant niedrig“ beschrieben wurde, ist im aktuellen Ingenieurmonitor von einem „neuen Tiefstand seit Beginn der Aufzeichnungen“ die Rede. Im Monatsdurchschnitt sind nur noch 24.089 Personen auf der Suche nach einer Beschäftigung in einem Ingenieurberuf. „Treiber dieser Entwicklung ist die anhaltend hohe Nachfrage nach Ingenieuren in den Bereichen Bau, Vermessung und Gebäudetechnik, Architekten wie auch in der Maschinen- und Fahrzeugtechnik sowie in der Energie- und Elektrotechnik“, schreibt der VDI.

Im Süden und Westen sind Ingenieure besonders gefragt

Die meisten offenen Stellen wurden im Süden und in Nordrhein-Westfalen beobachtet. Allein die Stellenangebote aus Bayern (15.350 im Monat) und Baden-Württemberg (13.610 im Monat) machen 36 % des gesamten Angebots aus. Betrachten wir nur den Bereich der Energie- und Elektrotechnik sind es sogar 44 % allein in diesen beiden Bundesländern. Als möglichen Grund für den hohen Bedarf an Ingenieuren der Elektrotechnik nennt der Ingenieurmonitor die im Süden vergleichsweise hohe Dichte an Unternehmen, die Digitalisierungstechnologien entwickeln. In NRW wurden monatsdurchschnittlich 14.260 Vakanzen gezählt, was einem Anstieg von knapp 20 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die größte Steigerung der Arbeitskräftenachfrage gab es allerdings in Sachsen. Hier überstieg die Anzahl der gemeldeten Vakanzen den Wert des Vorjahreszeitraums um ganze 40 %. Es ist zu erwarten, dass die Nachfrage hier noch weiter steigt.

Fachkräftemangel in der Fahrzeugtechnik sowie der Energie- und Elektrotechnik

Aus dem Verhältnis der Arbeitskräftenachfrage und dem Arbeitskräfteangebot wurden Engpasskennziffern ermittelt, die der Ingenieurmonitor nutzt, um die Entwicklung der Ingenieur-Engpässe auf dem Arbeitsmarkt darzustellen. Hohe Engpasskennziffern wurden sowohl in der Energie- und Elektrotechnik als auch in der Maschinen- und Fahrzeugtechnik festgestellt. Die Engpasssituation im Süden Deutschlands wird als besonders gravierend bezeichnet. Während die Kategorie Energie- und Elektrotechnik in Baden-Württemberg besonders betroffen ist, wurden die stärksten Engpässe der Maschinen- und Fahrzeugtechnik in Bayern festgestellt. Hier kommen unglaubliche 800 offene Stellen auf 100 Arbeitslose. Die einzige Branche, in der sich der Fachkräftemangel sichtlich entspannt hat, ist die Metallverarbeitung.  

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