Grippewelle in Deutschland

Die besten Tipps: So schützen Sie sich

Der Grippevirus fordert uns in diesem Jahr ganz besonders heraus. Seit Mitte Januar wird von einer regelrechten Grippewelle gesprochen. Bereits über 120.000 Fälle wurden in Deutschland registriert – Tendenz steigend. Der Virus dominiert nicht nur die Schlagzeilen, auch im Arbeitsalltag ist die Grippesaison zu spüren. Viele Kolleginnen und Kollegen fallen aus. Auch expertum muss derzeit mit einer deutlich reduzierten Belegschaft auskommen.

Für alle anderen ist aktiver Schutz vor Ansteckung angesagt. Eine Influenza ist schließlich eine “ernsthafte, mitunter auch lebensbedrohliche Erkrankung”, so die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA). Zudem sei der Virus sehr ansteckend, erklärt sie. Besonders listig sind die Dauer bis zum Ausbruch und die Ansteckungszeit. Betroffene können schon einen Tag vor dem Ausbruch der Grippe ansteckend für andere sein und bis zu einer Woche nach dem Auftreten der ersten Symptome.

Grippe: So funktioniert die Ansteckung

Die aktuelle Grippe ist ein besonders hartnäckiger Virus, gegen den selbst die Grippeimpfung nur bedingt Schutz bietet. Daher ist es in erster Linie wichtig, eine Ansteckung von vornherein zu verhindern.

Die Ansteckung erfolgt über die sogenannte „Tröpfcheninfektion“. Dabei werden beim Niesen, Husten oder sogar Sprechen mit dem Virus versetzte „Tröpfchen“ in die Luft abgegeben und im Anschluss durch Nahestehende eingeatmet. Sie gelangen über die Schleimhäute, den Mund, die Nase oder die Augen in den Körper. Aber auch auf Türgriffen, Treppengeländern oder Tastaturen können sich die Viren tummeln und dann über die Hände übertragen werden. Das Risiko, sich über die eigenen Hände anzustecken, ist sogar noch größer.

Was können Sie tun, um sich vor der Grippe zu schützen?

Folgende Methoden sind bekannt, das Risiko einer Ansteckung zu senken:

Hände aus dem Gesicht

Wie schon erwähnt erfolgen die meisten Ansteckungen durch die eigenen Hände, die zuvor mit dem Virus in Berührung gekommen sind. Ein zuverlässiger Schutz ist es, die Hände nicht das Gesicht berühren zu lassen, von wo aus die Viren schnell über die Schleimhäute in den Organismus gelangen können. Dieser Tipp ist gar nicht so leicht umzusetzen. Wir berühren unser Gesicht viel häufiger, als uns bewusst ist. Eine kalifornische Studie aus dem Jahr 2008 fand heraus, dass wir uns im Durchschnitt 15,7 Mal pro Stunde ins Gesicht fassen.

Waschen Sie Ihre Hände richtig

Ein Jucken an der Nase, ein Staubkorn im Auge oder eine Haarsträhne in der Stirn: Es ist fast unmöglich, das Gesicht nicht zu berühren. Daher ist es besonders wichtig, die Hände virenfrei zu halten. Dies klappt am besten durch regelmäßiges, gründliches Händewaschen. So geht es richtig:

  • Wasser und Seife verwenden
  • 30 Sekunden lang gründlich waschen
  • Hände mit einem sauberen Tuch abtrocknen

Zur offiziellen Anleitung der BZgA

Halten Sie sich warm

Frieren schwächt das Immunsystem und so haben Viren ein leichtes Spiel. Deshalb: Immer warm genug anziehen. Achten Sie auf warme Füße und einen geschützten Kopf. An beiden Stellen ist der Wärmeverlust des Körpers am größten.

Kritische Flächen desinfizieren

Auf Flächen, die häufig berührt werden, befinden sich mit erhöhter Wahrscheinlichkeit Bakterien und gegebenenfalls sogar Grippe-Viren. Diese halten sich im schlimmsten Fall bis zu zwei Tagen dort. Indem Sie diese Flächen regelmäßig abwischen oder desinfizieren, verringern Sie die Ansteckungsgefahr.

Immunsystem stärken

Eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung und ausreichend Bewegung sorgen für ein starkes Immunsystem. Vitamin A ist wichtig für die Schleimhäute, die den Körper vor Viren, Bakterien und Parasiten schützen. Vitamin C regt Immunzellen an und Vitamin B6 wird als Koenzym für die Funktion von Abwehrzellen benötigt. Saunagänge und Bewegung an der frischen Luft helfen zudem, ausgetrocknete Schleimhäute zu befeuchten, damit diese Krankheitserreger besser abwehren können – allerdings nur, wenn Sie wirklich gesund sind. In krankem Zustand ist Sport tabu.

Lüften Sie regelmäßig

Verbessern Sie durch Lüften das Raumklima und verhindern Sie so ein Austrocknen der Mund- und Nasenschleimhäute, die wichtig für die Virenabwehr sind. Niesen Ihre Kollegen im Büro bereits, öffnen Sie regelmäßig die Fenster. In geschlossenen Räumen kann die Anzahl der Viren in der Luft sonst stark ansteigen und das Ansteckungsrisiko erhöhen.

Grippe richtig auskurieren

Trotz aller Tipps und Tricks kann eine Ansteckung nicht immer verhindert werden. Unser Tipp für Betroffene: Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen, um gesund zu werden.  Weder Ihrem Körper noch Ihren Kolleginnen und Kollegen tun Sie einen Gefallen, wenn Sie die Viren mit ins Büro tragen oder – im schlimmsten Fall – die Grippe verschleppen.

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