Analyse zum Fachkräftemangel

Fachkräftemangel erschwert die Personalsuche in Industriebranchen

Kürzlich erschien die aktuelle Fachkräfteengpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit, die im Sommer und im Winter eines jeden Jahres veröffentlicht wird. Die Analyse schafft Transparenz auf dem Arbeitsmarkt, indem sie objektiv darstellt, in welchen Berufen Besetzungsschwierigkeiten auftreten und welche regionalen Unterschiede bestehen. Über die Analyse vom Vorjahreszeitraum haben wir bereits berichtet. Wie sieht die Arbeitsmarktsituation aktuell aus?

Es wird immer schwerer, Fach- und Führungskräfte zu finden

Die anhaltend gute Wirtschaftslage lässt die Erwerbstätigkeit in Deutschland Rekordhöhen erreichen:

 „Der deutsche Arbeitsmarkt hat sich – beflügelt durch die gute Konjunktur – im Jahr 2017 anhaltend günstig entwickelt. Die Arbeitslosigkeit ging weiter zurück und erreichte – in absoluten Zahlen – ein Niveau wie kurz nach der Wiedervereinigung Deutschlands. Sehr positiv hat sich auch die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten entwickelt und lag zuletzt bei über 32 Millionen. Damit waren in Deutschland so viele Menschen beschäftigt wie noch nie“, heißt es im Bericht der Fachkräfteengpassanalyse.

Was für Arbeitnehmer sehr gute Nachrichten sind, stellt ein großes Problem für Unternehmen einiger Branchen dar. Es wird für sie immer schwerer, gute Fach- und Führungskräfte zu finden. Die Folge: Viele Positionen bleiben lange unbesetzt. Nimmt die Vakanzzeit, also die Dauer bis zur Wiederbesetzung, besonders hohe Ausmaße an, spricht man von einem Fachkräftemangel. Im Rahmen ihrer Fachkräfteengpassanalyse hat die Bundesagentur für Arbeit genau dieses Phänomen untersucht und kam zu dem Ergebnis, dass nach wie vor in bestimmten Branchen sowie einigen Berufsfeldern und Qualifikationsgraden ein Fachkräftemangel besteht. Im Durchschnitt betrug die Vakanzzeit berufsübergreifend sogar noch 7 Tage mehr als im Vorjahreszeitraum, nämlich 102 Tage. Während in einigen Berufen kein Fachkräftemangel zu beobachten ist, sind andere stark betroffen. Besonders hoch ist die Nachfrage nach Experten in technischen Berufen.

Fachkräftemangel in der Luft- und Raumfahrt sowie im Schiff- und Fahrzeugbau

In der Berufsgruppe Fahrzeug-, Luftfahrt, Raumfahrt- und Schiffbautechnik stellte die Bundesagentur für Arbeit erneut einen Fachkräftemangel fest. Die Vakanzzeit liegt mit 134 Tagen 31 % über dem Durchschnitt. Der größte Mangel besteht hier an Ingenieuren. Auch die Berufe rund um die Mechatronik und Automatisierungstechnik sind vom Fachkräftemangel betroffen. Für Engpässe sorgen in dieser Berufsgruppe allerdings weniger die Stellen für Experten, sondern vielmehr die der Fachkräfte und Spezialisten. Auch in der Energietechnik gibt es in allen Bundesländern – zum Teil sogar erhebliche – Besetzungsschwierigkeiten. Hier hat sich der Fachkräftemangel im Vergleich zum Vorjahr nochmals verschärft.

Neue Ergebnisse zum Fachkräftemangel in IT-Berufen

IT-Berufe sind bekannt für ihre Fachkräfteengpässe. So überrascht es nicht, dass der Softwareentwicklung und der Programmierung auch diesmal wieder ein Fachkräftemangel attestiert wurde. In der IT-Anwenderberatung fand ein Wandel statt. In vorigen Analysen hatte sich hier eine Entspannung der Fachkräftesituation abgezeichnet. Davon kann nun nicht mehr die Rede sein: Die Engpässe haben wieder zugenommen, sodass die Bundesagentur für Arbeit erneut von einem Fachkräftemangel in der IT-Anwenderberatung spricht.

Personaldienstleistungen gegen den Fachkräftemangel

Der Fachkräftemangel stellt viele Personalabteilungen vor große Herausforderungen. Viele Unternehmen holen sich professionelle Hilfe, um trotzdem an die gefragten Fach- und Führungskräfte zu gelangen. Personaldienstleistungen wie die Personalüberlassung oder die Personalvermittlung können helfen, Engpässe zu vermeiden.

Mit Personallösungen von erfahrenen Personalberatern unterstützt expertum Unternehmen dabei, sich dem Fachkräftemangel zu stellen. Wir arbeiten bereits erfolgreich mit Kunden aus den Bereichen Automatisierungstechnik, Energietechnik und der Elektrotechnik zusammen und wissen, wie man gezielt qualifizierte Kandidaten findet und anspricht. Während die Arbeitnehmerüberlassung und die Personalvermittlung die Rekrutierung von Fachkräften und Spezialisten erleichtern, eignet sich die diskrete Executive Search (Personalberatung) dazu, Führungspositionen auch in schwierigen Situationen passgenau zu besetzen.

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