Körpersprache, Mimik und Gestik im Bewerbungsgespräch

Mimik, Gestik und Körperhaltung im Vorstellungsgespräch richtig einsetzen

Glückwunsch! Nach mühseliger Stellensuche und zahlreichen verschickten Bewerbungen haben Sie eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch erhalten. Natürlich sind Sie bestens vorbereitet: Die Firmenphilosophie haben Sie auswendig gelernt, die Historie des Unternehmens können Sie bis auf den Tag genau rekonstruieren und Ihren Werdegang fassen Sie im Schlaf zusammen. Eigentlich kann doch nichts mehr schief gehen, oder doch?

In vielen Fällen kommt es gar nicht so sehr darauf an, was man sagt, sondern viel eher, wie man es tut und welche Signale man, oftmals unterbewusst, versendet. Die Körpersprache sagt im Bewerbungsgespräch viel mehr aus als gedacht. Sie entscheidet, ob jemand als kompetent oder inkompetent, als glaubwürdig oder unglaubwürdig, als sympathisch oder unsympathisch wahrgenommen wird. Diese Wahrnehmung kann auch falsch sein, dennoch entscheidet sie im Bewerbungsprozess in vielen Fällen über Ab- und Zusage.

Machen Sie einen guten Eindruck im Vorstellungsgespräch

Körpersprache läuft in der Regel unterbewusst ab. Doch wer sich darüber im Klaren ist, kann seine Wirkung kontrollieren und so – zumindest auf der Ebene der Körpersprache – einen richtig guten Eindruck im Vorstellungsgespräch machen. Die wichtigsten Punkte haben wir für Sie zusammengefasst:

1. Richtig begrüßen im Bewerbungsgespräch

Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck. Und über den wird bekanntlich schon in den ersten sieben Sekunden entschieden. Achten Sie also schon beim Betreten des Raumes auf Ihre Haltung und Körpersprache. Schauen Sie Ihrem Gegenüber in die Augen und scheuen Sie sich nicht, ein breites Lächeln aufzusetzen. Ja, ein breites! Oft erscheint ein Lächeln kleiner, als es vom Lächelnden wahrgenommen wird. Solange es nicht zu aufgesetzt ist, baut ein Lächeln Distanz ab und bringt Sympathiepunkte ein. Die zweite Hürde ist der Handschlag. Ein professioneller Händedruck dauert maximal vier Sekunden. Drücken Sie ruhig fest zu! Ein zaghafter Händedruck wirkt schwach und unsicher. Forscher der Universität Iowa fanden heraus, dass der Händedruck direkten Einfluss auf den Ausgang des Gesprächs haben kann.

2. Richtig sitzen im Bewerbungsgespräch

Ja, auch beim Sitzen können Sie einiges falsch machen. Am besten nehmen Sie eine aufrechte Haltung ein und positionieren die Beine locker nebeneinander. Sollten Sie am Tisch sitzen, können die Beine auch überschlagen werden – achten Sie jedoch darauf, dass Ihr Oberkörper durch die Beinstellung nicht in Schieflage gerät. Auch wenn Sie nicht immer wissen, wohin mit den Händen – sie zu verstecken ist auch keine Lösung. Das kann signalisieren, man hätte etwas zu verbergen, was gerade als Bewerberin bzw. Bewerber keinen guten Eindruck macht. Für die Arme gilt: Niemals verschränken! Diese Pose wird nicht nur in Vorstellungsgesprächen als abwehrende Haltung interpretiert.

Die Körpersprache trägt auch innere Unruhe nach außen. Einige spielen sich in den Haaren, andere zupfen am Hemdärmel herum oder zappeln mit den Beinen. Es ist verständlich, dass Sie nervös sind. Wer wäre das nicht? Doch wenn Sie Ihre Nervosität zu sehr zur Schau stellen, kann das unseriös wirken.

Tipp: Lange Haare zusammenbinden und Ärmel hochkrempeln. So kommen Sie gar nicht erst in Versuchung.

3.  Richtig sprechen und zuhören im Bewerbungsgespräch

Selbst beim Sprechen und Zuhören gibt es in puncto Körpersprache einiges zu beachten. Wenn Sie eher dazu neigen, etwas leiser zu reden, dann gilt für Sie die Faustregel: Lieber ein wenig zu laut als zu leise sprechen. Eine sichere, feste Stimme strahlt Kompetenz aus. Achten Sie auch auf Ihre Haltung beim Zuhören. Wenden Sie Ihren Körper stets Ihrem Gesprächspartner zu und schauen Sie ihn/sie dabei an. Ein abgewandter Blick signalisiert Unsicherheit und im schlimmsten Fall Desinteresse. Neben dem Blickkontakt zeigen Sie Ihrem Gegenüber mit einem leichten Nicken, dass Sie aufmerksam zuhören.

So bewahren Sie die Ruhe im Bewerbungsgespräch

Obwohl es nach viel aussieht: Lassen Sie sich nicht verrückt machen! Viele negative Gesten werden schon instinktiv vermieden. Trotzdem kann es nicht schaden, die kleinen aber feinen Unterschiede der eigenen Körpersprache zu berücksichtigen und im Gespräch bewusst auf sie zu achten. Wer sich mal durch die Haare fährt oder den Blick kurz abwendet, fällt nicht gleich negativ auf. Es kommt auf den Gesamteindruck an. Allzu kontrolliert sollten Sie nämlich auch nicht auftreten, denn dann besteht die Gefahr, gefühlskalt und steif zu wirken.

Die wichtigste Regel lautet daher: Bleiben Sie Sie selbst!

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